Hainburg gedenkt der Corona-Opfer

Gemeinden laden zu ökumenischem Gottesdienst in St. Nikolaus ein

Hainburg. Auch Hainburg gedenkt am Sonntag, 18. April, der an Covid-19 gestorbenen Menschen. Die katholischen Pfarreien St. Nikolaus und St. Wendelinius, die evangelische Kirchengemeinde sowie das Agaplesion Simeonstift laden für 15.30 Uhr zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Pfarrkirche St. Nikolaus ein. Pfarrerin Kathrin Brozio, Gemeindereferentin Gabriele Sommer sowie Pastor Andreas Enkelmann werden die Feier gemeinsam liturgisch gestalten. Wer daran teilnehmen will, muss sich zuvor telefonisch unter 4320 im Pfarrbüro von St. Nikolaus anmelden. Aber auch von zu Hause kann der Gottesdienst über das Kabelfernsehen sowie über Facebook mitgefeiert werden.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den kommenden Sonntag bundesweit zu einem Gedenktag für die an oder mit Covid-19 Verstorbenen ausgerufen. Mittlerweile haben in Deutschland in der Pandemie mehr als 78.000 Menschen ihr Leben verloren. "Als Bundespräsident halte ich es für sehr wichtig, dass wir innehalten, um gemeinsam in Würde Abschied zu nehmen von den Verstorbenen in der Zeit der Pandemie - auch von jenen, die nicht dem Virus zum Opfer gefallen sind, aber genauso einsam gestorben sind", erklärte Steinmeier.

Im Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt trifft sich am 18. April um 13 Uhr die gesamte Spitze des Staates zu einer zentralen Gedenkfeier. Davor findet um 10.15 ein ökumenischer Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche statt.

In Hainburg gibt die katholische Pfarrgemeinde St. Nikolaus seit Beginn der zurückliegenden Fastenzeit Gelegenheit, an der Wallfahrtsstätte Liebfrauenheide an die Opfer der Pandemie zu erinnern. Angehörige können in Wort und Bild ihrer Verstorbenen gedenken. Sie können ein DIN A-4-Blatt gestalten und es in einer Klarsichthülle oder laminiert in einen Ordner heften, der auf dem Außenaltar der Kapelle zu finden ist. „Das kann ein Bild mit dem Namen und dem Todestag, es können aber auch ein paar Worte zum Leben des Verstorbenen oder ein Gebet sein“, sagt Gemeindereferentin Gabriele Sommer.

Mit dem Erinnerungsbuch will die Pfarrgemeinde auch den Hinterbliebenen eine Stimme geben. Auch der Ostkreis Offenbach war und ist stark von der Pandemie betroffen. Das Virus verbreitete sich wie vielerorts vor allem auch in den Altenheimen der Region. (tos)