Lagerfeuerstimmung im Pfarrfestzelt

Klein-Krotzenburg. Wer einmal dabei war, der hat (Lager-)Feuer gefangen. Das war am vergangenen Wochenende beim Pfarrfestabend von St. Nikolaus spürbar, der ganz im Zeichen des Jubiläums
„70 Jahre Zeltlager“ stand. Auf der Bühne präsentierten Gruppen der diesjährigen Sommerfreizeit mitreißende Tänze und Choreographien des Kreativ-Programms, das im Lager stets breiten Raum einnimmt. Spätestens als zur Gitarrenbegleitung alle im gut gefüllten Pfarrfestzelt in Lagerschlager einstimmten, waren Generationen von Zeltlagerern in ihren Erinnerungen ums Feuer versammelt.

Über die Bühne wehte sodann ein Hauch von Afrika – Edmund Schwab als „Papa Dembo“ und Philipp Lüdders als „kleiner Chaka“ inszenierten in Auszügen das Buch „Sag mir, wie ist Afrika?“, das vom Leben im Dorf, vom Fischen auf dem großen gelben Fluss, vom Beginn der Regenzeit nach den Wochen der Dürre und Hitze, von den Tropfen, so wertvoll wie Gold, erzählt. Illustriert wurde die Geschichte mit Akrobatik von Maike Staab, „Afrikanerinnen“, die einen Erntereigen aufführten, und einem Maskentanz von Männern, die Kaplan Levi Hinglo aus Benin anführte.

Eine Bilder-Revue „Zeltlager gestern und heute“, die Christoph Kopp von der Lagerleitung kommentierte, zeigte eindrücklich, was das Krotzenburger Zeltlager („wie vor 70 Jahren noch immer auf Stroh“) ausmacht. „Wir bieten ein Entschleunigungsprogramm in freier Natur, Handys sind tabu“, sagte Kopp. Die 14 Tage seien eine tiefe Gemeinschaftserfahrung mit nachhaltiger Wirkung weit über die Lagerzeit hinaus.

Pfarrer Thomas Weiß und Ute Maas, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates (PGR), dankten Kopp, Stefanie Sattler und Timo Heinz, die die Freizeit seit Jahren mit zahlreichen Mitwirkenden – wie Küchenfrauen, Männerteam und Gruppenleiterinnen und -leitern – auf die Beine stellen, für ihr großartiges ehrenamtliches Engagement. Als kleines Dankeschön überreichten sie unter lang anhaltendem Beifall im Festzelt einen Gutschein für ein gemeinsames Essen.

Aus den Händen von Lukas Buhl von den „Krotzebojer Feierschweinen“ konnte die Lagerleitung schließlich auch eine Spende von 700 Euro entgegennehmen. Geld, das aus dem Erlös der „Krotzebojer Kerb“ stammt und in die Kasse für die kommende Freizeit fließen soll. (Tobias Schwab)