Gemeinsam gegen Kinderarbeit

Klein-Krotzenburger Sternsinger sammeln für Hilfsprojekte

Klein-Krotzenburg. Steinbrüche, Kakaoplantagen, Goldminen und Teppichwebereien – weltweit müssen rund 168 Millionen Kinder täglich mehrere Stunden arbeiten, die Hälfte dieser Mädchen und Jungen schuftet unter ausbeuterischen Bedingungen. Auf diesen Skandal will die Sternsingeraktion 2018 aufmerksam machen, an der sich auch Kinder und Jugendliche der Pfarrei St. Nikolaus in Klein-Krotzenburg beteiligen.

„Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“, lautet das Motto der Kampagne, für die die Krotzenburger Könige am Samstag, 6. Januar, von Haus zu Haus laufen, um Spenden für Hilfsprojekte zu sammeln. Mädchen und Jungen, die da mitziehen wollen, können sich bis spätestens 26. Dezember in eine Liste in der Sakristei von St. Nikolaus eintragen oder sich telefonisch im Pfarrbüro unter 4320 melden.

Indien ist das Beispielland des Sternsingens 2018, mit dem sich die Könige auch in der Vorbereitung besonders beschäftigen. In dem nach China bevölkerungsreichsten Staat gibt es die größte Zahl arbeitender Kinder weltweit. Offizielle Quellen gehen von zwölf Millionen Betroffenen aus, Hilfsorganisationen schätzen, dass bis zu 60 Millionen Kindern arbeiten müssen, viele unter sklavenähnlichen Bedingungen. Ihre Rechte bleiben dabei auf der Strecke, sie können nicht oder kaum zur Schule gehen und nehmen Schaden an Seele und Gesundheit. Mit den Spenden, die die Sternsinger in Klein-Krotzenburg sammeln, werden auch Hilfsprojekte gefördert, die Kinder aus diesen ausbeuterischen Verhältnissen befreien und ihnen Zugang zu Bildung und einer Gesundheitsversorgung ermöglichen.

Zur thematischen Einstimmung und Probe treffen sich die Könige und Königinnen von
St. Nikolaus am Mittwoch, 3. Januar, um 15 Uhr im Pfarrsaal, Kirchstraße 25. Ihren Aussendungsgottesdienst mit Pfarrer Thomas Weiß feiern die Sternsinger am Samstag,
06. Januar, um 9 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus. Anschließend ziehen die Königinnen und Könige in ihren bunten Gewändern singend von Tür zu Tür, um den Segen des Christkindes zu den Menschen zu bringen und Spenden zu sammeln. Auf Wunsch schreiben die Sternsinger dabei auch den Segen „20+C+M+B+15“ (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus) mit Kreide an die Haustüren.

Das 1959 erstmals veranstaltete Dreikönigssingen ist die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Sie wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Im vergangenen Jahr sammelten die Könige und Königinnen der 27 deutschen Diözesen rund 46,8 Millionen Euro für Kinder in Not. Jährlich können mit den Mitteln aus der Aktion rund 1600 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.

Tobias Schwab