Herbergssuche

Wer von uns kennt nicht die Szene aus dem Krippenspiel an Heiligabend, wenn Josef und Maria in Betlehem ein Zimmer suchen und abgewiesen werden, weil „in der Herberge kein Platz für sie war.“ Diese biblische Stelle ist im Advent für unsere Pfarrgemeinde von großer Bedeutung. Um sich auf Weihnachten vorzubereiten, haben wir einen alten süddeutschen Brauch aufgegriffen – nämlich den der „Herbergssuche“, der auch „Frauentragen“ genannt wird. Ein Bild, auf dem Josef und die hochschwangere Maria vor einer Herberge stehend dargestellt sind, wandert vom 1. Advent an von Haus zu Haus. Dabei ist das Bild jeden Tag in einer anderen Familie zu Gast und versammelt um sich Alt und Jung, Gesunde und Kranke, die gemeinsam eine Andacht feiern. Dabei singen, beten und erzählen sie, um sich so auf das bevorstehende Weihnachtsfest vorzubereiten. Zur Familienchristmette am Heiligabend kehrt das Bild wieder in die Kirche zurück und alle hören die Stelle aus dem Lukasevangelium, in der es heißt: „... und sie legte das Kind in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.“

Kontakt: 

Gemeindereferentin Gabriele Sommer, Tel. 06182 4320