Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Klein-Krotzenburg stammt aus dem Jahre 1175. In dieser Urkunde taucht der Name "Crucenburch" in lateinischer Sprache auf. Es ist die erste Erwähnung einer Gemeinde mit diesem Namen. "Crucenburch" geht wahrscheinlich auf "crux" (lateinisch: Kreuz) zurück.

Bereits 1517 wird eine Nikolauskirche erwähnt; in der damaligen Urkunde wird sie genannt: "...parochialis ecclesia cum cura sancti Nicolai in Crotzenberg inferiori" - Pfarrkirche St. Nikolaus mit Seelsorge in Klein-Krotzenburg. Der Name "St. Nikolaus" deutet darauf hin, dass die Klein-Krotzenburger Pfarrgemeinde sehr alt ist. Laut Diözesanarchiv Mainz darf man annehmen, dass etwa seit 1300 eine Pfarrei bestand, die bis 1771 durch die Abtei zu Seligenstadt verwaltet und seelsorgerisch betreut wurde.

Bild oben: Bis 1953 erreicht die Höhe des Kirchturms nicht einmal die Firsthöhe des Langhauses
Bild unten: Der Kirchturm mit dem offenen Glockenstuhl (1953 - 1988)

Der älteste Teil der heutigen Kirche ist das "Gotische Chörchen" aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts (1437). Es befindet sich im Ostteil des heutigen Querschiffes und diente bis zum Jahre 1933 als Sakristei. Im Jahre 1755 wurde die erste Barockkirche in Klein-Krotzenburg geweiht - das Querschiff der heutigen Kirche. Am 25. Mai 1933 erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau und die Vergrößerung der Pfarrkirche mit dem heutigen Längsschiff, dem Hochaltarbereich, dem Glockenturm und einer neuen Sakristei.

Bild oben: Die 1755 eingeweihte Kirche aus der Barockzeit - vor 1933
Bild unten: Die Empore mit der wertvollen Conrad-Wehr-Orgel. Dazu die markante Deckengestaltung - der Garten Eden (1976 bis zum Kirchenbrand 1988)